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Luther - zum Nachdenken

Drum soll ein Fürst demütig sein und wissen, daß er kein Tyrann, sondern ein heilsamer Mann sein soll. Was Gewalt hat, sollen Heilande heißen ...

WA 29, 458

Tagungen

Vorschau

Tagung der Luther-Akademie
15. bis 19. März 2020
in Sondershausen

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Für dich gegeben.
Zusage und Gabe in Luthers Abendmahlsverständnis

Das Seminar konzentriert sich auf einen Vergleich von Luthers „Sermon vom hochwürdigen Sakrament des heiligen wahren Leibes Christi und von den Bruderschaften“ (1519) und seinem „Sermon von dem NeuenTestament, das ist von der heiligen Messe“ (1520). Im Sermon von 1519 findet sich im sachlichen Anschluss an 1.Korinther 10,16f. ein Motiv besonders deutlich ausgeprägt, das in den späteren Auseinandersetzungen über das Verständnis der Gegenwart Jesu Christi im Abendmahl in den Hintergrund zu treten scheint, das aber gerade auch für die heutige ökumenische Diskussion von großer Bedeutung ist: Im Abendmahl konstituiert sich die Kirche als „Bruderschaft“, als geschwisterliche Gemeinschaft. Die sakramentale Feier ist das Herzstück des Gottesdienstes und zugleich Quelle der Diakonie. Wie verhält sich dieses Verständnis des Herrenmahls zur Grundentscheidung von 1520, nach der Luther von Mk 16,16 als dem Einsetzungswort nicht nur der Taufe, sondern indirekt auch des Abendmahls ausgeht und dementsprechend als entscheidenden Punkt des Herrenmahls die Korrelation von Zusage (promissio) und Glaube (fides) hervorhebt. Mit der Frage nach dem Verhältnis der beiden Luthertexte ist nicht nur eine theologiegeschichtliche Frage angesprochen. Entscheidend geht es um das Verständnis des Wortes Gottes als eines „leiblichen“ Wortes. Nicht zuletzt sollen auch die möglichen Konsequenzen für das ökumenische Gespräch bedacht werden.

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