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Luther - zum Nachdenken

Wir sollen wissen, daß es das Wesen des Evangeliums ist, daß es nicht auf Menschen gebaut ist: es wird dennoch bestehen, auch wenn alle ihm entgegen sind ...

WA 17/1, 349

Tagungen

Studierendentagung 2021 (verschobene Frühjahrstagung)

Tagung der Luther-Akademie
6. bis 9. September 2021 (wegen der aktuellen Lage in den September verschoben)
in Sondershausen

Zur Anmeldung

PDF: Einladung und Programm

Für dich gegeben.
Zusage und Gabe in Luthers Abendmahlsverständnis

Das Seminar konzentriert sich auf einen Vergleich von Martin Luthers ›Sermon vom hochwürdigen Sakrament des heiligen wahren Leibes Christi ...‹ (1519) und seinem ›Sermon von dem Neuen Testament, das ist von der heiligen Messe‹ (1520). Im Sermon von 1519 findet sich im sachlichen Anschluss an 1. Kor 10,16f. ein Motiv besonders deutlich ausgeprägt, das in den späteren Auseinandersetzungen über das Verständnis der Gegenwart Jesu Christi im Abendmahl in den Hintergrund zu treten scheint, das aber gerade auch für die heutige ökumenische Diskussion von großer Bedeutung ist: Im Abendmahl konstituiert sich die Kirche als ›Bruderschaft‹, als geschwisterliche Gemeinschaft. Die sakramentale Feier ist das Herzstück des Gottesdienstes und zugleich Quelle der Diakonie.  Wie verhält sich dieses Verständnis des Herrenmahls zur Grundentscheidung von 1520, nach der Luther von Mk 16,16 ausgehend als entscheidenden Punkt nicht nur der Taufe, sondern auch des Herrenmahls die Korrelation von Zusage (promissio) und Glaube (fides) hervorhebt. Mit der Frage nach dem Verhältnis der beiden Luthertexte ist nicht nur eine theologiegeschichtliche Frage angesprochen. Entscheidend geht es um das Verständnis des Wortes Gottes als eines ›leiblichen‹ Wortes. Wie kann diesem auch in Corona-Zeiten Rechnung getragen werden?

Nicht zuletzt sollen auch die möglichen Konsequenzen für das ökumenische Gespräch bedacht werden.