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Luther - zum Nachdenken

Setzen und lehren kann die Kirche nicht, aber lehren, was von Gott gesetzt und geordnet ist. Durchs Wort entsteht die Kirche, und wenn ...

WA 17/1, 99 f.

Aktuelles

Herbsttagung 2024 in Sondershausen

Tagung der Luther-Akademie 

23. bis 25. September 2024

in Sondershausen

PDF: Einladung und Programm


Bergpredigt in historischem und heutigem Horizont



»Da ist nu kein verdienst, dadurch wir solten gnade odder unsere Tauffe, Christum und den himel verdienen, sondern gehet alles auff die fruchte des Christenthumbs. Denn Christus redet auch inn dieser predigt nichts davon, wie wir Christen werden, sondern allein von den wercken und fruchten, die niemand thun kan denn der zuvor ein Christen und inn der gnade ist.«
Luther, Bergpredigtauslegung (1530) WA 32,541,12


Die Bergpredigt Jesu (Mt 5–7) gehört zu den bekanntesten Stücken des Neuen Testaments. Sie gilt als Inbegriff der Lehre Jesu, die in die Nachfolge ruft. Hier legt Christus selbst die Schrift aus. Er fragt nach Recht und Gerechtigkeit und zeichnet das Leben ein in die Erfüllung des Willens Gottes und seiner Verheißung.
Martin Luther hat sich mehrfach mit der Bergpredigt Jesu befasst, am intensivsten in den Jahren 1530/31, als er die Wochenpredigten an der Wittenberger Stadtkirche vertrat. Seine Auslegungen zur Zeit der äußeren und inneren Krise in Kirche und Gesellschaft, zwischen Speyrer Protestation (1529), Augsburger Reichstag (1530) und Nürnberger Religionsfrieden (›Anstand‹ 1532), bestechen in ihrer Eindringlichkeit und Lebensnähe. Inwiefern ist Luthers Auslegung mit heutiger Exegese und aktueller Deutung vereinbar? Worin liegt die bleibende Bedeutung? Der Erörterung dieser Fragen dienen exegetische, kirchenhistorische und systematisch-theologische Beiträge und Gesprächsgruppen.

Angeboten werden Lesezirkel zu den Themen
¨ Das Amt der Verkündigung: WA 52, 302,18 – 305,3
¨ Angefochtene Gewissheit: WA 32, 532,22 – 535,28
¨ Glaube und Verdienst: WA 32, 536,14 – 539,10