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Luther - zum Nachdenken

Das wäre kein Vorteil, wenn Christus nur für seine Person den Teufel niedergetreten hätte. Sonst hätte er alsbald von der Krippe aus gen Himmel ...

WA 27, 118

Publikationen

Luther - zum Mitreden und Nachdenken (WA 9)


Du sollst wissen, Christus ist auch wahrhaftig ein unwissend Kind und grad so töricht, wie wir als Kinder sind, wie Paulus bezeugt (Phil 2, 6 f.): »Welcher er wohl in göttlicher Gestalt war, war er gleich wie ein andrer Mensch und an Gebärden als ein Mensch erfunden.« Da spricht er von Christus dem Menschen: ob er wohl Dinge getan, in denen gleichsam ein Strahl der Gottheit aufblitzte, so hat er doch selber eitel Knechtsgestalt d.h. knechtisch Wesen eines, der den Menschen dient, anziehen wollen.
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WA 9, 441


Darum hat Christus den Menschen angezogen und alles, was zum menschlichen Gemüt gehört, ausgenommen die Sünden, auf daß du nicht erschreckest, sondern ihn mit Gunst und Liebe umfangest und dich trösten und stärken lassest. So muß man Christus allen Menschen vor Augen stellen als den, der gekommen ist, um Heil und Gnade zu schenken.
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WA 9, 441


Das sag ich darum, daß wir nicht davor erschrecken, dies Kind zu empfangen und Seligkeit bei ihm zu erbitten. Das sei vom sakramentlichen Bedenken des Evangeliums. Dann bedenken wir das Evangelium sakramentlich, wenn die Worte durch den Glauben das in uns wirken, was in ihnen ist. Christus ist geboren: glaube, daß er dir geboren ist, so wirst du wiedergeboren.
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WA 9, 441 f.


Dies Kind ist allen gemeinsam. Gott speiset die ganze Welt mit einem kleinen Kinde. Übrig überflüssige Sättigung ist an diesem Kinde zu finden, so groß sind die geheimnisvollen Werke Gottes in ihm. Zeitlich Gut, wenn es zerteilt wird, sättigt etliche. Geistlich Gut aber bleibet unversehrt und sättigt doch alle. Dies Kind bleibet ganz und macht doch alle Herzen satt.
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WA 9, 519


Wenn man nicht den Glauben allein predigt, führet man uns bald auf viele Ding. Und wo man so mannigfaltige Lehren führt und das Gewissen auf allerlei Weise zerteilet, da ist's schon verloren. Soll das Gewissen aber Fried haben, so muß es sich auf einen einfältigen Grund stützen d.h. auf den Glauben.
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WA 9, 625


Zum Glauben muß ein Wort gehören. Darum hat Gott verordnet, das Evangelium zu schreiben. Es soll niemand von sich selber anfangen, sich fromm zu machen durch eigene Vernunft und Werk, sondern das Wort hören und dann glauben und so gerechtfertigt werden.
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WA 9, 625


Und wie viele Augen doch alle die Sonne vollkommen und ganz sehen, wiewohl sie nur einen Glanz von sich gibt, wie jeder diesen Glanz ganz hat und alle zusammen ihn haben, so ist´s auch mit Christus: sie haben ihn alle zusammen und doch hat jeder ihn ganz im Herzen.
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WA 9, 669