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Luther - zum Nachdenken

Und ob ich auch bisweilen blöde und erschrocken bin, so ist mein Fleisch und meine Blödigkeit schuld, die mir eine Wolke vor die Sonne schieben ...

WA 36, 8

Publikationen

Luther - zum Mitreden und Nachdenken (WA 10/3)


Christus, Gottes Sohn, steht für uns ein und hat alle unsre Sünde auf seinen Hals genommen und ist die ewige Genugtuung für unsre Sünde und versöhnt uns vor Gott dem Vater. Wer diesen Glauben hat, der gehört zu diesem Sakrament, dem kann weder Teufel Hölle noch Sünde schaden. Warum? Gott ist sein Schutz und Rückhalt.
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WA 10/3, 49 f.


Gott tritt für dich ein und setzt all sein Gut und Blut für dich ein, als spräche er: tritt frisch und kühn hinter mich, laß sehen, was dir schaden kann, laß Teufel Tod Sünd Höll und alle Kreatur hertreten, wenn ich vor dich trete, so will ich dein Schützer und Vordermann sein, trau mir und verlaß dich kecklich auf mich. Wer das glaubt, dem kann weder Teufel Hölle Sünd noch Tod schaden, denn Gott streitet für ihn.
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WA 10/3, 51


Wir stehen jetzt im Tod drinnen. Wenn wir heraus wollen, so müssen wir sterben. Adam wollte sich durch die Strafe nicht abschrecken lassen. Nu kommt Gott und sagt: wohlan, so nimm die Strafe an, so wirst du rein! Also ist der Tod, der zuvor eine Strafe für die Sünde war, jetzt eine Atznei für die Sünde und gebenedeit. Das geschieht, wenn wir willig sterben. Wenn wir nicht willig sterben, so kommen wir nicht aus der Strafe und müssen hintennach ewig sterben.
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WA 10/3, 75 f.


Also ist Gott unser. Man soll ihn wie ein Bild ansehen. Wo er nicht ist, da muß verderben sein, da hilft nichts. Denn die Natur geht nicht gern daran. Wenn auch die Landsknechte ganz männlich dem Schwert und den Büchsen entgegenlaufen, so ist das doch nur eine Art Verstocktheit. Wenn sie aber getroffen sind und Leib und See! sich scheiden müssen, dann kommt es schon anders. Darum muß man sich an den Geleitsmann und Spitzenführer halten, der spricht: her, tritt in meine Fußstapfen und sieh auf mich, wo ich bleibe, da bleibe du auch. So kommen wir dann hindurch. Den Geleitsmann muß man haben. Darum muß man zum ersten das Bild haben. Das gibt Mut und macht Kraft, daß wir frisch daran gehen.
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WA 10/3, 76


Nu sind wir aber so arme elende Kinder, daß wir nicht willig sterben können. So viel kann man dem freien Willen nicht zugestehen, daß er gern sterbe. Ja, der freie Wille flieht vor dem Tod. Darum geht es mit lauter Sterben und Ermorden zu, wenn wir die Sünde los werden. Aber das beste Sterben ist, wenn sich der Wille drein gibt. Denn wenn sich einmal der Geist darein ergeben hat, so ist der Leib bald gestorben.
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WA 10/3, 76 f.


Außerdem haben wir noch einen Trost im Leiden, daß nämlich Christus hier auch zappelt. Denn wenn wir ihn nicht zappeln sähen, so hät es uns schwach gemacht und wir dächten: o wie tapfer geht er an den Tod, wie bin ich so schwach, ach, ich kann ihm nicht nachfolgen. Darum sagt er: sieh, ich will mich so tief niederwerfen und zappeln, es soll mir viel mehr weh tun als dir, aber mitten in den Ängsten will ich am stärksten sein und überwinden, darum steht fest auf mir, so sollst du auch in Ängsten überwinden. Das heißt die Passion recht gebraucht. So sollen wir auf den Tod gerüstet sein und nirgendwoanders Hilfe erwarten als von Gott.
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WA 10/3, 76 f.


Ein Christenmensch ist heilig an Leib und See!, er sei Laie oder Pfaff, Mann oder Weib. Wer anders sagt, der lästert die heilige Taufe, Christi Blut und des heiligen Geistes Gnad. Es ist ein groß und seltsam Ding um einen Christen und ist Gott an ihm mehr gelegen als am Sakrament. Denn der Christ ist nicht um des Sakraments willen gemacht, sondern das Sakrament um des Christen willen eingesetzt.
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WA 10/3, 71